Standesherren


Standesherren
Standesherren,
 
Angehörige der Fürsten- und Grafengeschlechter, die durch die »Mediatisierungen« 1803 und 1806 von selbstständigen Reichsständen zu Untertanen der größeren Landesherren wurden. Die Bundesakte von 1815 gewährleistete ihnen die Zugehörigkeit zum hohen Adel, die Ebenbürtigkeit mit den regierenden Fürstenhäusern u. a. Vorrechte. Diese blieben zum Teil bis 1918 gültig.
 
 
H. Gollwitzer: Die S. Die polit. und gesellschaftl. Stellung der Mediatisierten 1815-1918 (21964).
 

Universal-Lexikon. 2012.

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  • Standesherren — (Mediatisierte), die Mitglieder derjenigen fürstlichen und gräflichen Häuser, die vormals reichsunmittelbar waren und Reichsstandschaft besaßen, deren Gebiet aber bei Auflösung des frühern Deutschen Reiches andern deutschen Staaten einverleibt… …   Meyers Großes Konversations-Lexikon

  • Standesherren — Standesherren, 1) der privilegirte Stand gewisser Adelsfamilien in Deutschland, denen durch Bundesrecht u. Landesgesetze wegen ihrer hohen Geburt u. der ehemaligen Beziehungen zu Kaiser u. Reich die erste Stelle unter den Unterthanen zukommt.… …   Pierer's Universal-Lexikon

  • Standesherren — Standesherren, alle seit 1806 mediatisierten, früher reichsunmittelbaren Fürsten, Grafen und Herren des ehemal. Deutschen Reichs, gehören zum hohen Adel und sind den souveränen Häusern ebenbürtig; die Mitglieder ihrer Familien sind von der… …   Kleines Konversations-Lexikon

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  • Standesherrschaft Muskau — Die Standesherrschaft Muskau war die größte der vier Oberlausitzer Freien Standesherrschaften. Geografisch gesehen deckte sie einstmals den gesamten nordöstlichen Teil der Oberlausitz ab. Die Herrschaft Muskau, Ausschnitt aus einer Karte von 1745 …   Deutsch Wikipedia

  • Standesherrlichkeit — Der Begriff Standesherr (bzw. standesherrlich) bezeichnete im Deutschen Bund die Mitglieder hochadeliger Häuser, die im Zuge der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches zwischen 1803 und 1815 durch Mediatisierung ihre unmittelbaren… …   Deutsch Wikipedia

  • Standesherr (Deutscher Bund) — Der Begriff Standesherr (bzw. standesherrlich) bezeichnete im Deutschen Bund die Mitglieder hochadeliger Häuser, die im Zuge der Auflösung des Heiligen Römischen Reiches zwischen 1803 und 1815 durch Mediatisierung ihre unmittelbaren… …   Deutsch Wikipedia


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